Auf diesen Lauf hatte ich lange große Hoffnungen gesetzt. Nach meinem Ausstieg beim Mauerweglauf 2024 wollte ich unbedingt zeigen, was in mir steckt. Ich habe fleißig trainiert – zumindest, so gut es ging. Denn das Training lief… na ja, sagen wir: durchwachsen. Erst eine Erkältung, dann eine kleine Verletzung, und die ganz langen Einheiten kamen auch zu kurz. Trotzdem stand ich am Start in Celle – mental fokussiert, körperlich okay und mit einem Plan, der realistisch und (zumindest auf dem Papier) machbar klang: 2 km laufen, 1 km gehen. Damit wollte ich über 7 km/h im Schnitt bleiben. Nach dem Start am Schlosspark lief es auch erstmal ziemlich gut – vielleicht sogar zu gut. Ich lief einfach durch, ohne meine Gehen-Laufen-Taktik. Erst so bei km 35 bis 40 dachte ich: Jetzt mal langsam, Meister!, und fing mit dem Wechseln an. In dem Moment lief ich neben einem anderen Teilnehmer, der die Idee auch ganz charmant fand. Gemeinsam ging’s weiter – mal durch kurze Schauer, mal unter blauem Himm...
Der Mammutmarsch in Essen war tatsächlich ein außergewöhnliches Abenteuer. Die neue Strecke, mit 1.800 Höhenmetern, stellte eine Herausforderung dar, die ich unbedingt in 17 Stunden bewältigen wollte. Um 15 Uhr ging es bei extremer Hitze los, die Temperaturen stiegen auf 35 Grad. Bei der Hitze gehe ich normalerweise nicht wandern! Trotz dieser Extrembedingungen fühlte ich mich überraschend wohl und legte ein Tempo von ca. 8 km/h vor. Getrieben davon und von den Hummeln im Hintern, setzte ich mich sofort von meiner Startgruppe 7 deutlich ab und begann, andere Wanderer einzuholen. Und das war ein Challenge für mich! Doch nach einer Weile stieß ich auf ein unerwartetes Problem: Ich habe viel zu wenig Wasser getrunken und mir wurde seltsam kalt, obwohl die Hitze unerträglich war. Um meinen Körper zu schonen, reduzierte ich mein Tempo auf 6,5-7 km/h. Auf der Strecke traf ich viele wunderbare Menschen und fand neue Wanderfreunde. Besonders freute ich mich, Louis wiederzusehen, den...
Am vergangenen Wochenende stand der Hollenmarsch in Bödenfeld auf dem Programm – 103 km purer Wanderspaß! Und ich, als erster veganer Teilnehmer für XL Runde überhaupt(wurde mir gesagt), war mittendrin oder vorne statt nur dabei. Von Freitagabend bis Samstagmorgen um 5 Uhr hat es durchgehend geregnet. Die Wege waren so matschig, dass selbst Enten neidisch auf unsere Wasserschuhe gewesen wären. Aber Patrick und ich ließen uns nicht unterkriegen und zogen unser Ding durch. Unser Tempo war erstaunlich hoch. Wir haben die ersten 100 km in unter 18 Stunden geschafft – ein kleiner Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir zeitweise mehr geschwommen als gewandert sind. Am Ende standen 103 km und 1750 Höhenmeter auf der Uhr. Mit einer Gesamtzeit von 18 Stunden und 35 Minuten haben wir das Ziel mit einer getrockneten Dreckskruste um die Füße erreicht und dabei den 15. Platz von 291 Wanderern belegt. Persönlicher Rekord – check! Die Organisation hat sich wirklich Mühe gegeben. Mit viel Her...
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